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Sie befinden sich hier: myfreedom.de / Kontaktmöglichkeiten für Homosexuelle
Letztes Update dieser Seite: 10.08.2007


Inhaltsübersicht:

-> 8 Kontaktmöglichkeiten
-> 8.1 Internet
-> 8.2 Jugendgruppen
-> 8.3 Schwullesbische Szene

Inhalt:

8 Kontaktmöglichkeiten

Die Kontaktmöglichkeiten für Homosexuelle sind natürlich wesentlich eingeschränkter, als die von heterosexuellen Menschen. Trifft ein Mann auf einer Straße eine Frau an, welche er ansprechend findet, so kann er dies ohne Probleme äußern und den Kontakt zu ihr suchen. Würde dies gleichgeschlechtlich stattfinden, käme das sehr komisch rüber und würde meistens wahrscheinlich nicht akzeptiert werden. Daher gibt es spezielle Kontaktmöglichkeiten für homosexuelle Menschen, welche sich im Laufe der Jahre immer mehr ausgebreitet haben.

8.1 Internet

Die wohl am meisten genutzte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu anderen Homo- oder Bisexuellen ist das Internet. Hier eröffnet sich eine große Welt aus Communities Hilfsangeboten und sonstigen Angeboten für Homosexuelle. Einige Communities konnten sich promovieren, wie beispielsweise Gayromeo (Ab 18 Jahren, „Einwohnermeldeamt der Szene“) oder Funkyboys.de (Ab 14 Jahren). Hier kann sich ein Homosexueller anmelden und ein Profil erstellen, was auf ihn oder sie passt. Dann können noch Bilder hochgeladen werden und Detailangaben wie „SaferSex“ gemacht werden. In einer ausführlichen Suchmaschine kann man dann nach Schwulen oder Lesben aus der Nähe suchen und diese anschreiben. Diese Communities sind in der Regel kostenfrei. Die Anonymität, welche im Internet herrscht, bringt sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Vorteil ist es zum Beispiel für ungeoutete Homosexuelle, welche dadurch auch nicht so einfach ungewollt geoutet werden und dennoch Kontakt zu anderen Homosexuellen finden kann. Ein gravierender Nachteil hingegen ist, dass man sich dadurch auch viele falsche Profile anlegen kann, in welchen sich zum Beispiel ein 50jähriger als 16jährigen ausgeben kann. Um dagegen vorzugehen haben die größeren Communities jedoch einen so genannten Fakecheck eingeführt, mit welchem sich die User als echt identifizieren können und so dann auch angezeigt werden. Eine Kopie des Personalausweises an die Community schicken, schon wird dem Profil der Vermerk „echt“ eingefügt.

8.2 Jugendgruppen

In jeder größeren Stadt gibt es inzwischen eine LesBiSchwule Jugendgruppe, wo oftmals junge Menschen hingehen können und andere homosexuelle Menschen direkt persönlich kennen lernen können. Die Betreuer einer solchen Jugendgruppe sorgen mit Programm oftmals für unterhaltsame Abende und versuchen damit auch viele junge Homosexuelle anzulocken. In solch einer Jugendgruppe kann man mal richtig aus sich herauskommen, hier braucht man nicht die Hand vor den Mund zu nehmen, wenn man das Wort „Schwul“ ausspricht. Oftmals wird in Jugendgruppen auch über die (gewünschte) gesellschaftliche Akzeptanz geredet. Doch stellt sich erst einmal die Frage, wie kommt man auf so eine Jugendgruppe in meiner Nähe? Auch hier wird meistens wieder auf das Internet zurückgegriffen, wo die meisten Jugendgruppen in einer Datenbank vom Schwullesbischen Netzwerk „Lambda“ aufgefasst sind und oftmals auch eine eigene Homepage besitzen. Werbung über Zeitung oder ähnlichem findet, wenn überhaupt, nur vereinzelt in den größeren Städten statt. Bei dem Versuch, gemeinsam mit Freunden in Haan eine Jugendgruppe zu eröffnen, stellt sich die CVJM Haan quer. Begründung: „Wozu gibt es Köln? So etwas wollen wir hier nicht haben!“ (Zitat Mitte 2005). Auch hier sieht man wieder eine Form der gesellschaftlichen Unterdrückung. Eine Jugendgruppe ist eine angenehme und vor allem persönliche Abwechslung im Vergleich zum Medium Internet. Da sie jedoch kaum bis gar nicht von Städten oder dem Staat gefördert werden, lassen die Treffpunkte und deren Einrichtungen oftmals stark zu wünschen übrig. Da man in einer Jugendgruppe als Homosexueller mit gleichgesinnten Menschen, welche alle schon bestimmte Erfahrungen im Leben hatten, reden kann, würden eine staatliche Förderung und mehr Werbekampagnen unter Umständen einige Leben retten, da Jugendgruppen gerade für junge Menschen eine Anlaufstellt ist, wo auch gerne geholfen wird.

8.3 Schwullesbische Szene

Die so genannte „Szene“ der Schwulen und Lesben verzeichnet sich in stets wachsender Zahl von Gay Clubs, Kneipen und Cafés. Dies sind normale öffentliche Einrichtungen, welche bevorzugt von Schwulen und Lesben besucht werden. Dass hier oftmals auch die Klischeeschwuchtel in Form von Tunte angetroffen wird, zieht den Begriff „Szene“ zum Teil auch etwas runter. Nicht alle Schwulen und Lesben sind automatisch Szenegänger, im Gegenteil; Viele Homosexuelle meiden die Szene absichtlich, da sie der Meinung sind, dass die Szene zu sehr das Klischee fördert. Andere mögen die Szene aufgrund ihrer Offenheit nicht, was oftmals auf so genannte Crousingareas zurückfällt, welche mit der Szene an sich nichts zu tun hat. In solchen Crousing-Bereichen bieten sich Homosexuelle dem gleichgeschlechtlichen Sex an und verlangen in der Regel auch kein Geld dafür. Natürlich gibt es dann noch den Lesbisch-Schwulen Strich, wie es auch den heterosexuellen Strich gibt, doch fällt dieser schon lange nicht mehr unter die Bezeichnung von Szene. Diese Offenheit, welche viele Homosexuelle nicht mögen, bezieht sich unter anderem aber auch auf den teilweise noch vorkommenden Strich und die „Darkrooms“ in Szenediskotheken. Darkrooms sind, wie der Begriff schon sagt, dunkle Räume, in welchen sexuelle Handlungen (gleichgeschlechtlich) stattfinden. Sie sind oftmals in einigen Szeneclubs zu finden. Ob man die Szene mag oder nicht – letztendlich hat sie in der Schwullesbischen Bewegung seit Stonewall Geschichte geschrieben (siehe Punkt 3.5)

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